Zur besseren Einordnung meiner Posts und der Geschehnisse um Occupy Hamburg seit 2012:
Bis zum 10. November hatten wir den Gerhart-Hauptmann-Platz besetzt gehalten, aber dann mussten wir für den Weihnachtsmarkt den Platz räumen. Nach einigen Hin und Her sind wir auf den Gertruden Kirchhof gezogen. Dieser ist nur 200 Meter vom Gerhart-Hauptmann-Platz (GHP) in der Hamburger Innenstadt, direkt an der Mönckeberg Straße, entfernt.
Am 2. Januar: Gäste aus New York City, Mexiko und Frankreich waren im Camp am Getruden Kirchhof - Marshmallows am Stock überm Lagerfeuer mitten in der Großstadt ("Meldung aus Hamburg" unterer Teil). Am gleichen Abend erhielten wir die Nachricht, man werde uns am 15. räumen lassen und nicht länger dulden. Unser geplante Umzug zurück auf den GHP wurde nicht gestattet. Aus Protest gegen diese Entscheidung haben wir mit circa 10 Personen noch in der Nacht den GHP mit Schlafsäcken besetzt ("Don't you want somebody to love?")
Am 3. Januar: Die Polizei drohte uns am GHP zu räumen und bei Widersetzung mit Strafanzeige. Trotzdem verstärkten wir noch zusätzlich den GHP mit Feuertonnen und einigen Zelten vom Gertruden Kirchhof. Die Polizei nahm die Personalien auf und hielt sich erst einmal noch zurück ("Meldung aus Hamburg" oberer Teil)
In der Nacht vom 3. Januar auf den 4. Januar habe ich allerdings nicht wieder auf dem GHP geschlafen, sondern auf dem Gertruden Kirchhof im Hauptcamp, wo es eine wunderbare 68er Stimmung gab beim deutschen Occupy Song und etwas Wein ("Love is a shield").
Am 4. Januar: Die Regierung von Hamburg gab der Polizei die Order uns in Ruhe zu lassen und uns weder jetzt noch in der Zukunft zu räumen. Die Regierung von Hamburg hat erklärt, dass wir unbefristet auf den GHP und dem Gertruden Kirchhof geduldet werden, zu dem ist es uns gestattet praktisch alles ohne jegliche Genehmigungen zu tun und ohne Angst vor der Polizei oder anderen Behörden zu haben!
Das ist einmalig in der deutschen Geschichte, dass wir öffentlichen Raum besetzten, keinen "Veranstaltungsleiter" haben und keine Angst haben müssen vor einer Räumung weder jetzt noch in der Zukunft!
Aber ich rede mal wieder von viel zu vielen politischen Aktivitäten, die die Mehrheit wohl kaum interessiert.
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