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Dezember 13, 2012

Erinnerungen, die im Weg rumliegen,
wie Steine im Magen.


Oktober 20, 2012

Ich vermisse die Zeit in Polen
Ich vermisse sie.
 

September 20, 2012

21 Uhr, betrunken, 830 Kilometer entfernt


September 10, 2012

This is the life

4 Uhr, betrunken, 1.000 Kilometer entfernt
  
Ich laufe im Dunkeln am Strand entlang. Ich laufe dicht am Wasser. Die Wellen tauchen meine schwarzen Chucks im wieder unter Wasser. Die Gedanken in meinem Kopf rasen, ich gehe immer schneller. Hinter mir verschwimmen langsam die Lichter einer russischen Stadt hinter der Grenze, die in Sichtweite ist.
 
Ich kann mich nicht entsinnen, dass ich schon einmal ein so schönes Mädchen gesehen habe. Einfach alles stimmte. Ich verbrachte viel Zeit mit ihr, habe mich schon öfter zusammen mit ihr betrunken und geraucht. Ich liebe es wie sie gelacht hat und ihre Augen erst. Einfach alles war perfekt an ihr. So jemand war mir noch nie begegnet.

Das Licht von Karolinkka und den anderen verschwindet irgendwo hinter mir. Ich höre sie nach mir rufen, aber ich ignoriere es. Ich gehe immer schneller. Ich laufe durch den Sand auf einen Hügel zu, wo irgendwo unsere Zelte stehen müssten. 
  
Ich konnte nie aufhören an sie zu denken. Immer hatte ich gehofft, dass sie sich uns noch anschließt. Ob es bei der Kneipentour in der Altstadt war oder einfach nur beim Rumsitzen am Abend bei der Schule. Ich habe oft darum gebeten, dass sie doch bitte jemand anruft und fragt, ob sie nicht auch kommen möchte. Ich wollte Zeit mit ihr verbringen.
  
Ich lehne an einem Baum. Eine Zigarette in der Hand, Zweifel im Kopf. Ich sitze ein paar Meter neben dem Zelt und rede mit Karolinkka, die selbst im Zelt ist. Jemand sagte, dass sie wütend auf mich sei. Sie war es aber nicht, sie hatte sich nur Sorgen um mich gemacht. Schließlich sei ich am Strand einfach verschwunden. Warum sage ich ihr nicht.
   
Nur noch drei Tage blieben mir mit ihr. Dann musste ich meinen Bus am Bahnhof kriegen. Ich bin fast durchgedreht. Sie war einfach so unglaublich wunderschön, doch musste ich schon bald wieder verschwinden.
   
Inzwischen war es 5:30 Uhr. Ich liege neben ihr im Zelt, nichts habe ich zum Zudecken. Nur meinen Rucksack als Kissen. Der Alkohol lässt kaum nach. Als ich schon fast eingeschlafen war, legt Karolinkka eine Decke von ihr vorsichtig über mich. "Dziękuję" - "Prosze bardzo. Dobranoc" - "Dobranoc". Ich sah sie an und schlief dann ein.
   
So you're sitting there
with nothing to do

Juni 09, 2012

Letters

Zum ersten Mal seit Wioleta schreibe ich nun wieder einem Mädchen in Polen einen Brief. Nichts besonderes, eigentlich. Einfach nur einen ganz normalen Brief für Ewelina, die 100 Kilometer südlich von Warschau lebt.

Nachdem mit Wioleta letztes Jahr Schluss war, dachte ich, ich müsste nun mit Polen brechen, weil ich sonst breche. Dann aber habe ich Ewelina über last.fm kennengelernt, genauer gesagt über die Bandseite von Enej. Inzwischen haben wir schon zahlreiche Male via last.fm und Facebook geschrieben. Ohne sie hätte ich es längst mit Polen gelassen. Ich hätte mir ein neues Lieblingsland suchen müssen, dabei sind meine schönsten Erinnerungen an Polen keineswegs die mit Wioleta.

Aber wie auch immer, ich halte euch auf dem Laufenden über die Briefe.

April 28, 2012

Tour de la Coeur: Part 4

Tränen - Malbork - Gdynia - Szczecin - Lübeck - Hamburg - Schluss.

Alles war schön und nichts tat weh
man musste einfach nur daran glauben

Eine Ansage ertönt, ich verstehe nur "Szczecin", von rechts fährt eine alte Regionalbahn aus der Kurve, wirbelt eine Menge Schnee auf und kommt immer näher. Ich ziehe Wioleta an mich ran, umarme sie und flüster in ihr Ohr, dass ich sie liebe. Ihr laufen Tränen über die Wangen, sie sagt, dass sie mich auch liebt... das war am 4. Januar 2011.

Nun ist der 3. April 2012, es ist der gleiche Bahnhof, ein anderes Gleis, sie ist nicht hier & ich fühle mich noch beschissener als damals. Schließlich war es das nun; schluss, aus, vorbei. Keine Wiederholung, keinen Refrain. Ich kann nichts mehr tun, nur noch hier sitzen, nachdenken, meine Tränen und den Versuch zurück nach Dzierzgon zu fahren, unterdrücken.

Ich fahre ins 89 Kilometer nördlich gelegene Gdynia. Ich kann keinen klaren Gedanken fassen, in der Bahn ist es ohrenbetäubend laut. Orangene Lichter ziehen vorbei, zusammen mit allen Hoffnungen auf ein Happy-End. Nach über drei Stunden erreicht die Bahn schließlich den Bahnhof, inzwischen ist es 20 Uhr.

Der nächste Zug nach Szczecin fährt erst in 10 Stunden, die Ostsee ist nur einige Kilometer entfernt. Allerdings bin ich viel zu müde dafür und es schneit zu stark. Ich lege mich in eine der Bahnhofshallen auf eine Bank und versuche zu schlafen. Inzwischen liegen über 1100 Kilometer, 32 Stunden und eine zerstörte Hoffnung hinter mir.

Am nächsten Morgen fahre ich ins 360 Kilometer entfernte Szczecin und von dort weiter bis nach Lübeck. In Lübeck wäre ich dann fast durchgedreht: einfach nur total fertig warte ich auf einen freien Ticketautomaten, während auf einer Anzeige steht: Letzter Zug nach Hamburg, Abfahrt: 10 Minuten; ich wollte keine Nacht mehr irgendwo anders verbringen.

In Hamburg nehme ich schließlich den Zug nach Bremen. Bei der Hälfte der Strecke steige ich wieder aus. Ich nehme von dort den letzten Bus nach Hause. Ich fühle mich langsam entspannter, wissend, dass ich in 20 Minuten endlich zu Hause bin und dass ich endlich nach zwei Jahren das Thema "Wioleta" an diesem Abend des 4. Aprils erstmal abschließen kann.

"I'm home"
- "ok"

April 20, 2012

Tour de la coeur: Part 3

Kotzen - Tränen - 

Mit dem Kugelschreiber berühre ich Bartek's kleine Hand, seine Augen werden groß und er zieht sie schnell lachend und grinsend zurück. Dass die Schreibspitze nicht ausgefahren ist bemerkt er nicht. Allerdings ist er auch max. erst 6 Jahre alt.

Vor einem Jahr habe ich noch "richtig" mit ihm gespielt. Wobei man es nicht spielen nennen kann, wenn er mir die ganze Zeit versucht hat, in einer Sprache, die ich nicht/kaum spreche, zu erklären wie ich die Stadt aus den Spielsteinen zu bauen habe. Amüsierend war es allemal. Falls ich mal keine Lust hatte, begann er aber zu weinen und  bettelte bei Mama.

Ich setze mich in einen Nebenraum, gucke Bartek zu wie er nun am Computer spielt. Schreibe über mein Handy an eine Reihe von Leuten Nachrichten. Auch an Wioleta. Eine Antwort von ihr bleibt aus, dafür helfen aber die Nachrichten von Freunden mich abzulenken. Was genau bei mir aber abläuft, weiß von ihnen keiner. Nicht einmal ich scheine es zu wissen.
 
Die Mutter von Lukasz & Weronika kommt herein. Sie deutet mit Händen und Füßen an, dass ich meine Schuhe anziehen soll. Wir verlassen die Wohnung und gehen die Treppe hinunter, unten steht Wioleta. Sie beachtet mich nicht, sagt nichts. Ich sage auch nichts. Denn nichts was ich sagen könnte würde diesen Augenblick besser machen.

Wir laufen über die kaputte, notdürftig ausgebesserte Straße. An tristen Häusern vorbei, ich neben der Mutter von Lukasz, der bereits an einem Haus am Ende der Straße auf uns zu warten scheint. 10 Meter vor uns geht Wioleta. Unerreichbar nah. Das einzige an das ich denken kann, ist dass sie besser aussieht, noch schöner. Sie hat abgenommen, glaube ich.

Bei Lukasz angekommen setzen wir uns in ein kleinen Gartenschuppen, nur ich und Wioleta, und eine alte, die hier noch lebte, als dieses Dorf noch zum Deutschen Reich & Preußen gehörte. Sie war die einzige deutsche hier und die einzige, die noch halbwegs fließend deutsch sprechen konnte. Dann ging es los: sich aussprechen mit Dolmetscher.

Es ging hin und her. Aber direkt haben wir nicht gesprochen - es war einfach alles ganz anders, als ich es mir vorstellte und doch gar nicht so verschieden. Sie fühle sich verraten, dass ich einfach vor ihr stehe, nichts gesagt habe. Sie kämpft gegen die Tränen, ich auch. Ich habe kaum etwas was ich erwidern könnte. Dass wir uns gegenseitig lieben zählt für sie nicht.

Dann konnte sie gar nicht mehr; sie fängt an zu weinen, sagt, dass sie jetzt einen anderen hat. Anschließend fängt sie sich schnell wieder und geht einfach weg. Die alte Frau, die übersetzt hat, sagt nur noch dass das die jungen Menschen sind.

April 11, 2012

Tour de la coeur: Part 2

Malbork - Dzierzgon -  kotzen -

Inzwischen war ich seit 26 Stunden unterwegs, habe kaum geschlafen und mein Herz drohte mit jedem weiteren Schritt, mit jedem weiteren Kilometer, auszusetzen. Nur noch 26 lagen vor mir, über 800 hinter mir.

Es war bereits der 3. April, ich war viel schneller als gedacht. Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass ich frühstens am 4. April Malbork erreiche. Eigentlich wollte ich aber auch, statt mit dem Zug quer durch den Norden Polens zu fahren, trampen.

Ich stieg am Bahnhof in Malbork in einen, nun wirklich sehr einfachen, Bus ein. Habe mich zwischen Schüler gesetzt, die gerade auf dem Rückweg von der Schule waren. Wir verließen Malbork und fuhren über zahlreiche Hügel, passierten zahlreiche ärmliche und triste Häuseransammlungen. Nach und nach stiegen mehr und mehr Personen aus.
 
Nach ungefähr 25 Minuten stieg ich schließlich mit einigen anderen in Dzierzgon aus. Ich lief als erstes auf einen Hügel, von dem man den ganzen Ort aus überblicken kann. Auf diesem Hügel verbrachte ich einige der schönsten Erinnerungen an die Zeit mit Wioleta. Wie wir hier saßen, wie wir versuchten irgendwie die vereiste Steintreppe im Dunkeln, im aufkommenden Schneesturm bei -27°, hinabzusteigen. Einschließlich auch wohl einen der lustigsten Momente in meinem Leben.

Von dort lief ich aus der Stadt hinaus, zu einer kleinen Siedlung bei Dzierzgon, in der sie lebte. Einen Schock bekam ich, als mich zwei Mädchen überholten und ich kurz dachte, dass Wiolete eine von ihnen wäre. Aber es waren nur irgendwelche anderen, die allerdings ganz genau wussten wer ich war - ab hier lief dann viel zu viel falsch - vor ihrem Haus warteten bereits Weronika und Lukasz auf mich, die scheinbar von denen, die mich überholten, alarmiert worden waren.
 
"Wioleta, nie, nein" - Lukasz deutete auf die Treppe nach oben, stand selbst direkt vor Wioleta's Tür. Er brachte mich in sein Zimmer. Wiederholte sich und meinte, mit sichtlich bedrücktem Gesicht, in einer Mischung aus polnisch, englisch und deutsch, dass Wioleta mich nicht sehen möchte. Nach 5 Minuten traf quasi das ganze Dorf ein. Jeder versuchte mir zu helfen. Sie kochten für mich, doch als Wioleta kurz hineinkam & mich ignorierte, war mir nur noch danach zu kotzen

Ich habe in 29 Stunden gut 900 Kilometer zurückgelegt, habe kaum geschlafen, kaum gegessen, weil ich das Mädchen meiner Träume einfach wiedersehen musste, mit ihr reden wollte und das soll es nun einfach so gewesen sein?

April 05, 2012

Tour de la coeur: Part 1

Hamburg - Berlin - Stettin - Malbork

Am Montag Mittag bin ich von Hamburg Altona aus in Richtung Berlin zusammen mit irgendeinem Carlos, den ich in einem Tramperforum gefunden habe und einem Kai, der Carlos ebenfalls so gefunden hat. 

Ab Berlin bin ich bis nach Bernau getrampt und wurde von dort, nach mehrstündiger Wartezeit an der Auffahrt zur A11 Richtung Stettin, von einem älteren Herren mitgenommen. Dieser ist früher selber oft getrampt, ist einmal sogar bis ans Schwarze Meer getrampt und er meinte, dass das damals viel einfacher war als heute. Er hat mich an einer Raststätte 104 Kilometer vor Stettin abgesetzt, da er die Autobahn an der nächsten Ausfahrt verlassen wollte.

Auf der Raststätte habe ich meine Trinkflasche wieder aufgefüllt und mich ein bisschen aufgewärmt. Inzwischen war es 22 Uhr und ich seit 10 Stunden unterwegs. An der Raststätte habe ich einen Mann mit Berliner Kennzeichen angesprochen und gefragt, ob er mich bis nach Polen mitnehmen könne. Er selbst sprach kaum Deutsch, kommt selbst aus Russland und hatte das gleiche Ziel wie ich; Szczecin. Er deutet auf sein Auto und meinte "Mitkommen" und er nahm mich mit.

Nach einer Stunde haben wir die polnische Grenze passiert. Nach weiteren 10 Minuten tauchte vor uns in einiger Entfernung ein orangenes Lichtermeer auf - Stettin. Er setzte mich am Hauptbahnhof ab. Von dort kaufte ich gegen 1 Uhr in der Nacht ein Ticket bis Malbork (ca. 421 Kilometer entfernt). Für das Ticket habe ich nur umgerechnet 15 Euro bezahlt. Allerdings fuhr der Zug erst spät am Morgen los und so musste ich noch 7 Stunden auf dem Bahnhof warten.

Die Fahrt mit dem Regionalzug von Stettin bis Malbork dauerte knapp 6 Stunden. Während der Zeit ging mir immer wieder im Kopf der Gedanke an Wioleta durch. Wie ich vor einem Jahr mit diesem Zug fuhr, wie sie reagieren wird, wenn ich vor ihr stehe - die Nervosität stieg mit jedem Kilometer weiter an. Gegen 12 Uhr am Dienstag kam der Zug schließlich an.

April 04, 2012

1900 Kilometer in 56 Stunden, verloren in einer fremden Stadt, die soweit nördlich ist, dass ich nicht dachte, dass es da noch Städte gibt, freundliche Studenten und eine Gewissheit, für die sich all dieser Aufwand, einschließlich auf Schlaf zu verzichten und im eisigen Wind auszuharren, gelohnt hat. Mehr dazu die nächsten Tage, sogar mit ein paar Fotos...

September 06, 2011

So wird das zumindest nichts

2011-10-08 Lublin
2011-10-09 Rzesów
2011-11-20 Kraków
2011-11-26 Łódź 

August 30, 2011

some tea, good music and a long long night

Habe gerade schon fast so ein Gefühl wie auf den letzten Kilometern hinter Starogard Gdański, als die orangenen Laternen ihr Licht immer und immer wieder durch die Dunkelheit und die vereisten Scheiben in das inzwischen leere Zugabteil fielen ließen..

Enej - Amelia <3

August 16, 2011

Juli 20, 2011

Einfach sitzen und saufen

Wie so oft haben sich die Dinge wieder einmal überschlagen: statt zu den Polen zu gehen haben wir heute Lagerfeuer eher spontan zu fünft gemacht. Alkohol und "Grillzeug" kurzfristig organisiert und eine eher schlecht als rechte Musikanlage, die sich allerdings schon letztes Jahr (klick hier) bewährt hat benutzt. Statt Pascow & Montreal gab es dieses Jahr allerdings einen Mix aus Skatoons, Sondaschule, Herrenmagazin & Mofa, einen Tick Happy Hardcore nicht zu vergessen.

Juli 18, 2011

Może to my za parę lat

Habe heute das erste Mal die Polen hier getroffen! Habe mir aber kaum Namen gemerkt außer Nowak, Weronika und noch irgendeiner. Morgen fahre ich wieder hin.
Vorher ist aber noch Test-Aufbauen für's Deichbrand und später am Abend mit Freunden grillen.



Juli 16, 2011

Nastrovje

Trotz Ausweises und etc. kein Bier bekommen bei Aral;
und trotz intensiver Suche konnten wir die Polen noch nicht entdecken. :(


Juli 12, 2011

Nur 128

Jetzt Numb3rs, gleich schlafen, nachher Friseur,
morgen arbeiten, übermorgen mal sehen, über-übermorgen Polen.

Juli 09, 2011

myla moja

Aufgrund des Wetters haben wir das Lagerfeuer nun verschoben. Dafür feiern wir morgen den Geburtstag eines Freundes in meinem Wintergarten nach. Wobei dieser sich momentan noch schwer tut mir eine Liste mit Namen zu schicken. Aber ich muss dann ja eh noch meinen Vater aufklären. ;d

Deichbrand und der Polenbesuch rücken derweil zusammen mit Rock den Lukas & Oakfield näher. :)
Aktuelle Playlist: Die Alben "Ulice" & "Folkorabel" von Enej. :)
Kocham Cię Enej. <3 

;DD

Juli 06, 2011

einen tick verspätet

Habe "Part A" noch einmal rausgenommen, damit das später besser passt, höhö. Kommt aber nach.