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November 27, 2012

Nicht in diesem Leben

Ich werde niemals wieder einer Arbeit nachgehen, die mich kaputt macht. Einer Arbeit nachgehen, die ich nicht machen möchte. Ich werde mich niemals wieder dazu zwingen lassen.

Ich bleibe lieber arm. Ich werde mir lieber auch in Zukunft nicht viel leisten können.

Oktober 20, 2012

Ich vermisse die Zeit in Polen
Ich vermisse sie.
 

September 20, 2012

21 Uhr, betrunken, 830 Kilometer entfernt


September 10, 2012

This is the life

4 Uhr, betrunken, 1.000 Kilometer entfernt
  
Ich laufe im Dunkeln am Strand entlang. Ich laufe dicht am Wasser. Die Wellen tauchen meine schwarzen Chucks im wieder unter Wasser. Die Gedanken in meinem Kopf rasen, ich gehe immer schneller. Hinter mir verschwimmen langsam die Lichter einer russischen Stadt hinter der Grenze, die in Sichtweite ist.
 
Ich kann mich nicht entsinnen, dass ich schon einmal ein so schönes Mädchen gesehen habe. Einfach alles stimmte. Ich verbrachte viel Zeit mit ihr, habe mich schon öfter zusammen mit ihr betrunken und geraucht. Ich liebe es wie sie gelacht hat und ihre Augen erst. Einfach alles war perfekt an ihr. So jemand war mir noch nie begegnet.

Das Licht von Karolinkka und den anderen verschwindet irgendwo hinter mir. Ich höre sie nach mir rufen, aber ich ignoriere es. Ich gehe immer schneller. Ich laufe durch den Sand auf einen Hügel zu, wo irgendwo unsere Zelte stehen müssten. 
  
Ich konnte nie aufhören an sie zu denken. Immer hatte ich gehofft, dass sie sich uns noch anschließt. Ob es bei der Kneipentour in der Altstadt war oder einfach nur beim Rumsitzen am Abend bei der Schule. Ich habe oft darum gebeten, dass sie doch bitte jemand anruft und fragt, ob sie nicht auch kommen möchte. Ich wollte Zeit mit ihr verbringen.
  
Ich lehne an einem Baum. Eine Zigarette in der Hand, Zweifel im Kopf. Ich sitze ein paar Meter neben dem Zelt und rede mit Karolinkka, die selbst im Zelt ist. Jemand sagte, dass sie wütend auf mich sei. Sie war es aber nicht, sie hatte sich nur Sorgen um mich gemacht. Schließlich sei ich am Strand einfach verschwunden. Warum sage ich ihr nicht.
   
Nur noch drei Tage blieben mir mit ihr. Dann musste ich meinen Bus am Bahnhof kriegen. Ich bin fast durchgedreht. Sie war einfach so unglaublich wunderschön, doch musste ich schon bald wieder verschwinden.
   
Inzwischen war es 5:30 Uhr. Ich liege neben ihr im Zelt, nichts habe ich zum Zudecken. Nur meinen Rucksack als Kissen. Der Alkohol lässt kaum nach. Als ich schon fast eingeschlafen war, legt Karolinkka eine Decke von ihr vorsichtig über mich. "Dziękuję" - "Prosze bardzo. Dobranoc" - "Dobranoc". Ich sah sie an und schlief dann ein.
   
So you're sitting there
with nothing to do

Mai 21, 2012

Verklebt

Meinen Spiegel habe ich mit Aufklebern überklebt, meine Spiegeltür im Schrank habe ich rausgetreten.

Ich bin es Leid, immer zu gucken, ob noch alles okay aussieht, oder auch nicht. Ob noch alles perfekt ist, was es sowieso nie ist. Ich bin es Leid immer zu kontrollieren nur um anderen zu gefallen oder eben auch nicht. Es ist einfach scheißegal.


April 23, 2012

100 Tage

Leider etwas zu spät dran.
  
Der Tee ist angenehm warm, nicht mehr heiß. Ich setz an um zu trinken, breche ab, als Paula sagt, dass sie das scheiße findet, dass ich in 102 Tagen weg bin. Ich gucke sie kurz an, wende mich wieder ab, trinke meinen Tee. 
 
Was ich erwidert habe, weiß ich nicht mehr. Ich weiß aber ganz genau, dass einen winzigen Augenblick lang Zweifel in mir aufkamen. Sollte ich nicht vielleicht doch bleiben, bei all meinen Leuten hier? Einfach bei allem, was ich kenne & mag?
 
Schließlich liegen bereits in 100 Tagen über 24.000 Kilometer, zahlreiche fremde Kulturen, Orte und Menschen, sowie eine Ewigkeit Zeit vor mir. Die Rückkehr und Dauer ist ungewiss, aber mindestens drei Jahre werde ich unterwegs sein.
    
In diesen 100 Tagen bis zum Start liegen auch noch einige Sachen vor mir: Konzerte, Bundeskongress in Berlin, bei dem ich als Delegierter für Nord-Niedersachsen dabei bin, Festivals, Abschlussprüfungen & Schulabschluss der BFS: Sozialpflege. Außerdem muss ich auch noch verschiedene Dinge für die Reise anschaffen & dafür muss ich mehr arbeiten
    
Während der Zeit, die ich weg bin, werde ich hier nicht aufhören zu bloggen. Ausgewählte Freunde können dann den, meist nicht mehr aktuellsten, Stand hier lesen. Außerdem werde ich zahlreiche Postkarten und vielleicht auch Briefe versenden. Die Antworten werden dann zu mir nach Hause geschickt, dann habe ich etwas zu lesen, wenn ich zurück bin.
   
An dem Tag, an dem ich wieder durch die Straßen meines Ortes laufen werde, werden viele der Leute, die ich kannte, längst nicht mehr hier sein. Die meisten meiner Geschwister werden nicht mehr hier leben, das Haus verdammt leer sein. Allerdings gibt es schon jetzt einige Versprechen, das wichtigste: Marvin, der wohl lustigste Mensch, den ich kenne, holt mich mit dem Auto vom Bahnhof ab. Außerdem mache ich mir mit einem Kumpel jeweils ein Bändchen an den Arm mit der Aufschrift "Trink! für mich mit", in Anlehnung an die zahlreichen Abende an denen wir Bier getrunken haben. 
   
Eine Auswahl der Orte, die ich sehen möchte bzw. mir vornehme zu sehen, kommt ein paar Wochen vor dem Beginn meiner Tour durch Europa & Westasien. Es sind nicht wenige, aber ich habe auch nicht wenig Zeit. Der Richtwert sind drei bis fünf Jahre. Lasse ich mir fünf Jahre Zeit, wäre ich dann schon 23 Jahre alt. Anschließend ginge es dann wohl zum Bund. 
  
"Ich muss jetzt erstmal mein Leben genießen. Guck dich doch mal um hier: Die träumen all die Jahre ihren Traum und irgendwann wachen sie auf und merken, dass sie sich noch nicht mal mehr an ihren Traum erinnern!"

April 22, 2012

"It's all about money, not freedom. You think you're free? Try going somewhere without money." - Bill Kicks

März 26, 2012

Stalin's Schnauzer

Ihr könnt vor eurem Leben fliehen Und mit uns um die Hauser ziehen 

Irgendein Whiskey mitten auf der Straße, Krötenwanderung, Dauerläufe, ein brennender Papierkorb bei einer Freundin im Zimmer, eine Mutter, die es nicht als starke Leistung anerkennt, alte Freunde und den Morgen danach wache ich mit zwei Mädchen in meinem Bett auf, die ich keine 24 Stunden kenne. Das einzige was stört sind die Kopfschmerzen.

März 19, 2012

Verpasste Gelegenheiten

Ab heute werde ich bis Freitag versuchen jeden Tag Gelegenheiten zu nutzen, um den Tag bestmöglich zu gestalten. Das bedeutet freundlich, aufgeschlossen und aktiv zu sein. Nicht darauf warten, dass sich ein Moment für etwas ergibt, sondern den Moment selber erschaffen. Mit fremden reden damit sie nicht mehr fremd sind. Sagen was man immer loswerden wollte, aber sich nie zu sagen traute. Risiken eingehen und neue Menschen & Menschen neu kennenlernen.

Januar 17, 2012

Eine Ewigkeit Zeit

Ab August liegen über 18.000 Kilometer, unzählige Orte, Menschen und Kulturen vor mir!

Oktober 21, 2011

108 Stunden Kopfsteinpflaster und zurück

Vorläufig zurück aus Hamburg. Am Samstag fahre ich vermutlich wieder hin.
Das Protestcamp verdoppelt sich geradezu alle zwölf Stunden. Es war unglaublich wie schnell das Camp gewachsen ist und noch immer weiter wächst. Von Bankangestellten und Einzelhandelskaufleute über Berufsdemonstranten und Punks bis zu ehemaligen Fremdenlegionären, die im Vietnamkrieg im Namen Frankreichs Kinder aus den Krisenherden rausgeflogen haben und einfachen Schülern und Studenten, die sehen dass dort viel falsch läuft, ist ein breites Bevölkerungspektrum dabei. Solidaritätsbekundungen aus aller Welt von anderen Occupy-Camps trafen rund um die Uhr ein. So saßen wir stundenlang an der Feuertonne und haben uns Grüße aus New York von der Wall Street, aus Philadelphia, Bosten, Moskau, Tokio, Frankfurt, Berlin, Santiago de Chile & vielen anderen durchgelesen.



 



Oktober 18, 2011

Meldung aus dem Protestcamp

Uns wurde verboten Zelte aufzuschlagen. Nun müssen wir bei Wind & Wetter ohne ein geeignetes Dach über dem Kopf vor der HSH-Nordbank ausharren. Das Medieninteresse an unserem Protest ist sehr groß. Ich bin in unzähligen Zeitungen & TV-Sendern zusehen und im Radio zu hören. Allerdings meist mit falschem Nachnamen.. Aus Empörung, dass wir unsere Zelte nicht mehr benutzen dürfen startete gestern Abend die Montagsdemonstration einen Solidaritätsmarsch mit Musikkapelle zu uns.
Wir bekommen sehr viel Unterstützung und Zuspruch aus der Bevölkerung. Jeden Tag bekommen wir von Pizza & Kuchen bis Mützen und Schlafsäcke alles gespendet. Unsere dauerhafte Versammlung ist bis zum 10. November genehmigt, aber solange werde ich nicht bleiben. Falls ihr in der Nähe wohnt, kommt vorbei! Wir sind hier, wir bleiben hier.
 





Oktober 08, 2011

Es war eine lange Nacht

Die gesamten letzten Wochen kommen mir wie eine einzige lange Nacht vor, von der ich hoffe, dass sie noch lange nicht zu Ende ist und sie auch noch dem Winter übersteht.
Am 28. Oktober geht es zum Benefizkonzert für Kein Bock auf Nazis ins Logo, Hamburg.  Des Weiteren fahre ich heute statt zu Montreal ins Headcrash vielleicht zu einem Erntefest auf dem ich vielleicht und hoffentlich die Mademoiselle der letzten Wochen wiedersehen werde. Ansonsten mal sehen was die Tage so bringen werden.



Ich weiß, hatte ich schon einmal hochgeladen. Jedoch makiert dieses Foto dem Beginn dieser Nacht, wie er mir in Erinnerung liegt. Im Übrigen bin das nicht ich auf dem obersten Foto..

Oktober 03, 2011

Von Einhörnern und russischen Kartenspielern

Grobe Zusammenfassung meines Wochenendes:
am Freitag mit anderen Jungsozialisten aus allen Ecken Norddeutschlands in verschiedenen Pubs unterwegs gewesen. Untereinander kannten sich bis dahin nur sehr wenige, sprich ein Haufen Fremder - aber ein extrem lustiger Haufen!
Ende Oktober werde ich einige von denen auf dem Seminar zur Sozialpolitik wiedertreffen, ich freue mich schon!

Samstag mit einem Freund, einer Palette Bier und einer abartigen Wodka-Mischung zu einer Zeltdisco gegangen, saßen aber im Prinzip nur drumherum und haben jede Menge Leute getroffen. Auch ein Mädchen, das ich bei so ziemlich jeder Feier treffe, sonst aber nie. Irgendwann später durch die eiskalte Nacht zurück nach Hause. 
Sonntag den ganzen Tag mit der besagten Dame geschrieben, nachdem ich in der Nacht zuvor ihre Handynummer bekommen habe. Abends nachdem Erntedankfest, das gestern bei uns stattfand, und dem Festumzug in unserem Ort mit ein paar Leuten, einschließlich ihr, noch ein wenig getrunken. Neue Leute kennengelernt und so manch eine Person besser. Irgendwann durch dichte Nebelfelder und einer tiefschwarzen Nacht nach Hause gefahren, einen mittelmäßigen Horror-Film reingezogen und mit ihr geschrieben.

Oktober 02, 2011

In diesem Moment

In diesem Moment, unter diesem unglaublichen Sternenhimmel zu sein, mit einem Mädchen, das man liebt, auf einer Liege zusammen mit einer Bettdecke und einem Kopfkissen und nichts vorzuhaben, wäre unglaublich!

September 26, 2011

Du schläfst Morgens gerne aus, und bist Abends gern besoffen.
Beim feiern nie der erste und das Ende immer offen.
Du stehst auf Rock'N Roll, Drei Akorde schnell und laut.
Deine ewig gute Laune kriegt man dir echt nicht versaut. 
Und erwachsen wirst du nie denn du pennst lieber vorher aus.

Und regst dich nicht auf, und machst es dir bequem,
denn das ist doch alles echt gar kein Problem. 
 

September 14, 2011

 Bei Bier und Windböen über was ist, war und kommt

August 15, 2011

Neue Leute, neue Fans, neue Freunde?

Die Montreal-Aufkleber, die wir beim Rock den Lukas an ein paar Leute verteilt haben, die wir dort kennengelernt haben, haben wohl mehr gebracht als nur im Vollrausch sich selbst zu bekleben. Denn zwei Mädchen von der Gruppe sind wohl nun neue Montrealfans.
Die restlichen Aufkleber haben wir in unserem Ort an Ampeln, Laternen und Mauern verklebt.

August 05, 2011

Aktuell/Neues

1. Ich werde jetzt die meisten Fotos bei DeviantART hochladen, nur noch eher wenige hier (im Verhältnis zu meinen Uploads auf deviantART). Aber ein großer Unterschied dürfte im Allgemeinen eigentlich nicht auffallen. Nachher geht es wieder auf Fototour. Mal wieder...

2. Morgen ist das Oakfield Festival - Rantanplan zum ersten Mal live! Und morgen in einer Woche ist das Rock den Lukas - Montreal zum 5. Mal live! :) Wobei mein Fuß, den ich mir auf dem Deichbrand vor einigen Wochen, gefühlt bei einer Wall of Death gebrochen habe, immer noch schmerzt. :(

3. Ich habe etwas mit einer angefangen. Aber irgendwie drücke ich mich zur Zeit davor, habe zur Zeit einfach keine Lust auf den damit verbundenen Stress. Oder, dass das am Ende eh wieder so endet wie mit der letzten bzw. vorletzten, da habe ich nun wirklich gar kein Bock drauf. Melden könnt' ich mich aber eigentlich schon mal wieder..

 zack, unfreiwillig gekürzt-.