Posts mit dem Label POLIT werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label POLIT werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Februar 20, 2013

Ma tolérance s’arrête ici

we are the kids,
we make the difference
 
Inzwischen bin ich hier lokal sowas wie ein Experte im Bereich des Rechtsradikalismus in der Region. Ein Schüler möchte mit mir ein Interview führen, um mich als Quelle für seine Facharbeit zu benutzen, welches den Einfluss von neonazistischen Gruppierungen auf die Jugend vor Ort beleuchten soll. Ebenfalls gelte ich beim Präventionsrat und den Sozialdemokraten meines Ortes als Experte für dieses Thema und halte immer wieder Vorträge, um auf die Situation vor Ort aufmerksam zu machen. In meiner Schule habe ich eine ähnliche Position eingenommen. Dort führe ich Kampagnen gegen Rassismus und Rechtsradikalismus an, halte Vorträge vorm Schulvorstand und vor dem Schülerat, der ca. 100 Mitglieder hat. In diesen Vorträgen beleuchte ich dann aber primär die Situation an der Schule.

Darüber hinaus, bin ich Gründer der örtlichen Antifaschistischen Aktion. Die auch überraschend positive Resonanz von der Polizei erhielt. Dieses Engagement hat mich aber bereits wiederholt zur Zielscheibe von neonazistischen Übergriffen gemacht. Ich wurde bepöbelt, bedränkt, beleidigt, bedroht und überfallen. Doch ich werde immer weiter machen, bis es keinen Nationalstolz & Rassismus mehr gibt.

Le fascisme est dangeureux,
chaque jour y’a des gens qui se font tuer.  
 
C’est ma façon, oui, de courage civique.
Je reste radical je reste antifasciste.

Januar 20, 2013

Der Sozialstaat und der Sozialismus, die sind beide tot.
Wer hat uns verraten? Das waren die Sozialdemokraten.


[x] Die Linke.

Juni 03, 2012

Farbe bekennen

Ich schalte das Radio ein: "Die Bundespolizei rechnet mit schweren Ausschreitungen in Hamburg".

4 Stunden später: Ich bekomme kaum noch Luft, renne so schnell ich kann. Reiterstaffeln der Polizei sind direkt hinter mir, von Vorne stürmen 200 Bereitschaftspolizisten auf mich zu. Ich sehe wie die Leute neben mir zu Boden stürzen. 
 
Durch zahlreiche Seitengassen haben wir uns geschlichen bis wir auf der Straße waren, über die die Nazis laufen wollten. Wir haben uns mit gut 700 Leuten hingesetzt. Nach einige Stunden rückte die Polizei mit Wasserwerfern, Räumpanzern, Bereitschaftspolizisten, Hubschraubern und einer Reiterstaffel an und drohte mit Gewalt, falls wir nicht freiwillig gehen.
 
Die Räumung dauerte mehrere Stunden. Die Polizei setzte Wasserwerfer & Pfefferspray gegen uns ein. Ich wurde mehrfach geschlagen und über den Asphalt geschliffen, anschließend auch noch vom Wasserwerfer umgeschossen.

Nach einigen Stunden kommt dann die Meldung, dass die Nazis nun südlich der großen Hauptstraße in Wandsbek marschieren sollen, weil nördlich der Hauptstraße wir alles auf ihrer eigentlichen Strecke blockiert haben, Tausende Menschen saßen auf der Straße und überall brannten Barrikaden. Räumung schlichtweg unmöglich.

Daraufhin laufen wir alle Richtung Süden. Auf der anderen Seite der Hauptstraße ist alles von Polizeireihen dicht gemacht. Dann die Chance: Der Black Block hat einige Polizisten an der Parkanlage niedergerissen, daraufhin laufe ich mit Hunderten anderen durch die Lücke. Polizisten verfolgen uns, höre den Funkspruch "Schwerer Durchbruch am Park, können sie nicht.."
   
Wir laufen die Hasselbrookstraße runter, 400 Meter bis zu den Faschisten. Hubschrauber kreisen über uns, die Rassisten sind in Sichtweite. Wasserwerfer direkt vor ihnen. Polizisten stürmen aus Richtung der Nazis auf uns zu, sie wollen den Weg freischlagen. Flaschen und Böller fliegen, Polizisten stürzen, der Wasserwerfer schießt, Reizgas liegt in der Luft.

Es kommt zu schweren Zusammenstößen, die Nazis schleudern Steine und Flaschen, wir antworten mit dem gleichen. Böller fliegen erneut. Polizisten bluten, Faschisten bluten. Überall knallt es, eine Flasche verfehlt mich knapp. Eine 16-jährige neben mir wird von einem Polizisten mehrfach geschlagen. Die Nazis applaudieren, die Presse fotografiert.

Um jeden einzelnen Meter der Nazis kämpfen wir erbittert. Nach 12 Stunden ist es dann vorbei, die Nazis mussten ihre Route stark verändern und kürzen. Durch Sitzblockaden haben wir ihren Aufmarsch stundenlang zum Erliegen gebracht.

Mai 15, 2012

Block Hamburg

Das hier ist unsere Stadt und diese Stadt bleibt bunt, nicht braun!
Denn wir stehen auf, stehen zusammen, jeder Zeit - eure Demo kommt keinen Meter weit!
 

April 15, 2012

Keinen Fußbreit

Am 2. Juni heißt es in Hamburg den Neonaziaufmarsch blockieren.

Ich bin dabei, ich hoffe ihr seid es auch. Gemeinsam stellen wir uns den Neonazis entgegen, werden sie blockieren und wenn es sein muss, uns auch von der Polizei von der Straße tragen lassen, um anschließend zurückzukehren!

Inzwischen läuft auch in meinem Ort die Mobilisation gegen den Aufmarsch auf Hochtouren. Obwohl ich rund 65 Kilometer von Hamburg entfernt lebe, finden sich auch hier überall Aufkleber, die dazu auffordern, sich den Idioten in den Weg zu stellen. Ich selbst bin mit Freunden immer wieder in der Dunkelheit unterwegs um ähnliche Botschaften und die, der Neonazis zu kleben bzw. zu überkleben - denn Hamburg bleibt eine multikulturelle Stadt!

Keinen Fußbreit für Rassisten! Keine Stadt für Fremdenhass! Bunt statt Braun! Setzen wir ein Zeichen! Gemeinsam!

März 10, 2012

Organisation eines Konzertes

Wenn so viele schweigen
Müssen wir noch lauter schreien
Und noch mehr schreien
Damit uns trotzdem jemand hört

Ich war gestern mit Paula, ihrer Freundin & einem Kumpel in einem Club hier in der Nähe. Insgesamt hat sich der Abend gelohnt, abgesehen davon, dass ich von mindestens 10 verschiedenen Neonazis bedroht wurde, dass falls ich noch einmal ein linkes T-Shirt trage, wäre der Spaß für mich ganz schnell vorbei. In diesem Club gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Übergriffe von Neonazis auf "politische Gegner" und Ausländer.

Deswegen werde ich nun versuchen in genau diesem Club ein Benefizkonzert für die Aktion "Kein Bock auf Nazis" zu organisieren. So ein Benefizkonzert hatte ich selbst erst im Oktober in Hamburg besucht, des Weiteren gab es vor einigen Jahren in meinem Ort einen Brandanschlag von Neonazis auf einen muslimischen Gebetsraum, in dessen Folge ebenfalls ein solches Benefizkonzert hier in der Nähe stattfand. Freunde haben bereits ihre Unterstützung zugesagt.

Stattfinden soll das Konzert noch vor dem Sommer, einige Bands habe ich mir auch schon rausgesucht zur Anfrage.

März 01, 2012

Impressionen

Nun, wo wir in Deutschland einen klaren ersten Sieg gegen ACTA erreicht haben, einige Aufnahmen, vor allem  aus den letzten Jahrzehnten der euorpäischen Geschichte, die mich beeindrucken. 

 1994, Bosnien: Mitten in Europa, vor den Augen der Welt, begeht die serbische Armee Völkermord in Srebrenica. 8000 Jungen und Männer zwischen 12 und 80 Jahren werden verschleppt und in den Wäldern erschossen.

 1986, Tschernobyl: Sowjetische Eliteeinheiten messen die radioaktive Belastung nach dem Reaktorunglück.
Zwischen 2000 und 300.000 Menschen sind bis heute an den Folgen gestorben.

Irak: Hinterblibende trauern um ihre Angehörigen, die von US-Soldaten ermordet wurden. 
Von 2003 bis Ende 2007 starben mehr als 80.000 irakische Zivilisten.

Griechenland: Nach dem Tod eines Jugendlichen durch eine Polizeikugel, kommt es in Griechenland zu Massenprotesten gegen Polizeigewalt, die in mehrwöchigen schweren Ausschreitungen münden.

2011, Rumänien: Das rumänische Rote Kreuz evakuiert 300 Sinti- und Roma, die von rechtsradikalen massiv bedroht wurden. Sinti- und Roma werden seit Jahrhunderten verfolgt und ermordet, auch heute noch!

1995, Tschetschenien:  Eine Freiheitskämpferin steht vor dem ausgebrannten Parlament, in der Hauptstadt, während des 1. Tschetschenienkrieges. Die Unabhängigkeitsbestrebungen wurden brutal von der russischen Armee niedergeschlagen.

1989, Rumänien: Die Menschen tragen die rumänische Revolution auf die Straßen und trotzen gepanzerten Fahrzeugen und bewaffneten Soldaten. 

  
1996, Bosnien: Die Hauptstadt Sarajevo ist nach 1.425 Tagen Belagerung in Trümmern. 
10.000 Zivilisten starben, 50.000 wurden schwer verletzt.

1994, Ruanda: Radlader schaffen Leichenberge in Massengräber.
Während des Völkermordes in Ruanda wurden in 100 Tagen über 700.000 Menschen ermordet.

Februar 24, 2012

Noch zwei Aufnahmen vom Auftritt im Thalia Theater, Hamburg vom 27. Januar. Ratet mal wer im ersten Bild rechts vom Sicherheitsdienst weggetragen wird... Auf Youtube gibt es im Übrigen die gesamten 3 Stunden des Auftritts.


Februar 11, 2012

Die Demonstration in Hamburg gegen ACTA war ein voller Erfolg!
  
 

Februar 10, 2012

Fight against ACTA


Januar 07, 2012

Der Chronologie halber

Zur besseren Einordnung meiner Posts und der Geschehnisse um Occupy Hamburg seit 2012: 

Bis zum 10. November hatten wir den Gerhart-Hauptmann-Platz besetzt gehalten, aber dann mussten wir für den Weihnachtsmarkt den Platz räumen. Nach einigen Hin und Her sind wir auf den Gertruden Kirchhof gezogen. Dieser ist nur 200 Meter vom Gerhart-Hauptmann-Platz (GHP) in der Hamburger Innenstadt, direkt an der Mönckeberg Straße, entfernt.

Am 2. Januar: Gäste aus New York City, Mexiko und Frankreich waren im Camp am Getruden Kirchhof - Marshmallows am Stock überm Lagerfeuer mitten in der Großstadt ("Meldung aus Hamburg" unterer Teil). Am gleichen Abend erhielten wir die Nachricht, man werde uns am 15. räumen lassen und nicht länger dulden. Unser geplante Umzug zurück auf den GHP wurde nicht gestattet. Aus Protest  gegen diese Entscheidung haben wir mit circa 10 Personen noch in der Nacht den GHP mit Schlafsäcken besetzt ("Don't you want somebody to love?")

Am 3. Januar: Die Polizei drohte uns am GHP zu räumen und bei Widersetzung mit Strafanzeige. Trotzdem verstärkten wir noch zusätzlich den GHP mit Feuertonnen und einigen Zelten vom Gertruden Kirchhof. Die Polizei nahm die Personalien auf und hielt sich erst einmal noch zurück ("Meldung aus Hamburg" oberer Teil)
In der Nacht vom 3. Januar auf den 4. Januar habe ich allerdings nicht wieder auf dem GHP geschlafen, sondern auf dem Gertruden Kirchhof im Hauptcamp, wo es eine wunderbare 68er Stimmung gab beim deutschen Occupy Song und etwas Wein ("Love is a shield").

Am 4. Januar: Die Regierung von Hamburg gab der Polizei die Order uns in Ruhe zu lassen und uns weder jetzt noch in der Zukunft zu räumen. Die Regierung von Hamburg hat erklärt, dass wir unbefristet auf den GHP und dem Gertruden Kirchhof geduldet werden, zu dem ist es uns gestattet praktisch alles ohne jegliche Genehmigungen zu tun und ohne Angst vor der Polizei oder anderen Behörden zu haben! 
Das ist einmalig in der deutschen Geschichte, dass wir öffentlichen Raum besetzten, keinen "Veranstaltungsleiter" haben und keine Angst haben müssen vor einer Räumung weder jetzt noch in der Zukunft!

Aber ich rede mal wieder von viel zu vielen politischen Aktivitäten, die die Mehrheit wohl kaum interessiert.

Januar 05, 2012

Don't you want somebody to love?

Die Aufnahme zeigt die Besetzung des GHP in der Hamburger Innenstadt in der Nacht des 2. Januars, ungefähr 200 Meter vom Occupy Hamburg Protestcamp entfernt - wir teilen unsere Liebe, unsere Wut und unsere Schmerzen!

Januar 03, 2012

Meldung aus Hamburg

Haben mitten in der Nacht mit Schlafsäcken und Decken einen weiteren Platz besetzt; Polizei war anfangs sehr verwirrt. Nun könnte allerdings eine Strafanzeige wegen Teilnahme an einer nicht genehmigten Asamblea auf mich zu kommen. Den neuen Platz haben wir zur Zeit immer noch besetzt und nun mit Zelten, Feuertonnen etc. verstärkt.

Gestern hatten wir Besuch von einem Mädchen aus New York City, die selbst im Occupy Wallstreet Camp aktiv ist. Daneben waren noch mexikanische Studenten zu Besuch. Gab mitten in der Großstadt am Lagerfeuer Marshmallows. Fotos und andere Berichte, u.a. zur Neujahrsnacht, folgen auch noch. @Occupy Hamburg

Dezember 20, 2011

Asamblea Worldwide

Am 30. Dezember mit einem Kumpel auf unbestimmte Zeit zurück zu Occupy Hamburg und Silvester dort verbringen. Vermutlich werde ich erst am ersten Schultag zurückfahren und dann wieder direkt von Hamburg zur Schule.

Dezember 18, 2011

Noch mehr Politik;

Das tut mir irgendwie Leid für euch. Mein Blog ist sehr politiklastig geworden. Kaum noch etwas zu irgendwelchen Jugendstories oder wie ich das nennen soll, wobei es dieses Wochenende ganz schön rund ging. Aber das hatte ich ja bereits bei "Review von 540 Tagen" geschrieben.

Also zu mehr Politik: gestern fand das erste Treffen unserer Orts-AG der Jungsozialisten statt. Das Treffen verlief sehr erfolgreich. Wir waren neun Leute, davon zwei Mädchen. Die meisten Leute kenne ich aus meinen Schulbus und besuchen ein Gymnasium in der Nähe. Alle sind zwischen 16 und 21 Jahren alt. Daneben gibt es auch noch weitere 5 Interessenten, die allerdings an dem Abend nicht da sein konnten.
Haben die Jungsozialisten vorgestellt und auf Kosten der Sozialdemokraten bei Bier und anderem etwas über Politik geredet und was wir so vorhaben in dieser Region. Unser nächstes Treffen findet im Januar statt. Dann wollen wir erstmal nur einen Filmabend machen und uns besser kennenlernen. Strukturelles muss dann auch noch geplant werden.

In den Weihnachtsferien werde ich vielleicht wieder für eine Woche ins Occupy Hamburg Camp ziehen. Aber ob ich das wirklich mache muss ich dann noch sehen. Im Februar bin ich daneben möglicherweise als Bezirksdelegierten-Vertreter der Jusos Niedersachsen-Nord in Buxdehude um an einem Regionalkongress teilzunehmen. Ich vertrete dann die Jusos aus diversen Dörfern, Ortschaften und Städten in meinem Landkreis. Mein Praktikum im Bundestag werde ich wohl in die Sommerferien verlegen, ansonsten ginge es im März nur in einer Nicht-Sitzungswoche.

Weniger politisches: Zum Glück sind in einer Woche Schulferien. Vorher muss ich aber noch drei Arbeiten und einen Test schreiben. Leider weiß ich aber nicht worüber, was zur Folge hat, dass ich immer noch nicht angefangen habe irgendwas zu lernen. Aber das wird eh passen, also es muss passen. Hat es bis jetzt immer.

Dezember 14, 2011

 Zum 10. Dezember:
Internationaler Tag der Menschenrechte; zwischen Gleichgültigkeit und Glühwein












3. Occupy your heart | 4. Polizeieskorte | 6. Traditionelle iranische Musik | 7. Syrischer und jeminitischer Opposiotioneller | 8. Haben Russen nur Gas oder auch Menschenrechte? | 11. Organraub in chinesischen Arbeitslagern | Menschenrechte?

Dezember 11, 2011

Regen in Hamburg

Am Freitag in die Docks an der Reeperbahn; Konzert von ZSK war sehr gut! Anschließend noch kurz in das Headcrash in einer Seitengasse und dann nach Hamburg-Harburg zum Schlafen, wobei alle anderen noch in der gleichen Nacht Hamburg wieder verlassen haben.

Am Samstag am Morgen wieder aufgestanden, Sachen zusammengesucht, fertig gemacht und in Richtung Hamburg Hauptbahnhof zur Occupy Hamburg Demonstration zum internationalen Tag der Menschenrechte. Auf der Suche nach der richtigen Demo bin ich wie auf einer Messe durch zahlreiche anderen durch (u.a. Organraub in chinesischen Arbeitslagern oder für Neuwahlen in Russland) bis ich die richtige gefunden habe. Zahlreiche alte bekannte aus meiner Zeit im Occupy-Camp wieder getroffen und dann mit Polizeieskorte über Straßenkreuzungen und Hauptstraßen gelaufen und Flagge gezeigt bzw. Transparent. Was bei dem Regen und dem Wind nicht einfach war.

Am Ende der Demonstration bin ich noch mit ein paar anderen spontan zu einem in der Nähe veranstalteten Themenabend mit zahlreichen Rednern zum Thema "Menschenrechte" gegangen. Vertreter der Opposition aus dem Iran, Syrien und Jemen zugehört. Sowie Bundestagsabgeordneten und anderen Gästen. 
Mit dem Publikum (ca. 120 Leute) eine öffentliche Diskussion zum arabischen Frühling gehabt und zu den ständigen Menschenrechtsverletzungen der USA und wie man dagegen vorgehen kann. Gegen 20 Uhr wieder in Hamburg-Harburg gewesen und mit zahlreichen neuen Gesichtern Bier getrunken. 
Heute werde ich nichts großartiges mehr machen und am Montag Morgen mit dem Zug und dem Bus zur Schule und anschließend auch mal wieder nach Hause.

Im Übrigen: Ich habe gerade erfahren, dass in nun Bezirksdelegierten-Vertreter für die Jungsozialisten in meinem Kreis bin. Des Weiteren werden zur Demo und dem Themenabend der Menschenrechte auch noch zahlreiche Fotos folgen sobald ich wieder zu Hause bin und auch noch Zeit dafür habe.

November 25, 2011

Berlin, Tag 1: Träumer einer besseren Welt

Am Montag gegen 14 Uhr im soziokulturellem Projekt "Gästeetage" angekommen. An reihenweisen Plakaten a lá "Störfall ist Normalbetrieb", "Nazis fügen Ihnen und Ihrer Umgebung erheblichen Schaden zu" oder "Keine Abschiebung von Sinti und Roma aus Deutschland - Rette Leben" und vielen anderen (verdammt sympathisch!) vorbei und Sachen verstaut. Einkaufen gegangen, gekocht, gegessen und eine kleine Rundfahrt gemacht.
Abends noch mit einigen aus der Klasse im Aufenthaltsraum bei Tee und anderem gesessen und geredet. Frühstück war am nächsten Morgen für 6:45 Uhr angesetzt mit anschließender Leichensektion im Universitätsklinikum Charité und Besuch des Mahnmals Berliner Mauer - Bernauer Straße. 

Ins Wendland fahre ich im Übrigen leider nicht. Mir fehlt das nötige Geld für die Zugtickets. Stattdessen werde ich mit einem Kumpel in meinem Ort alternative Protestaktionen starten als Solidaritätsbekundung mit den Zehntausenden, die derzeit entlang der Castor-Strecke in Frankreich und Deutschland ausharren und den gut 30.000 Polizisten trotzen.

November 20, 2011

Sieben Tage unter Starkstrom stehen

Morgen fährt der Zug um 8:54 Uhr in Rotenburg ab. Kurzer Zwischenhalt in Hamburg und Endstation für uns ist Berlin Gesundbrunnen. Wann genau wir ankommen weiß ich allerdings nicht.
Am Montag werden wir wohl als erstes die Sachen in die Unterkunft bringen und einkaufen gehen, da wir uns selbstversorgen in der gesamten Woche. Dienstag werden wir wahrscheinlich bei der Obduktion einer Leiche im Universitätsklinikum Berlin, die Charité, zusehen. Hinterher haben wir auch die Möglichkeit die einzelnen Organe anzufassen, ich freue mich schon unglaublich! Ebenso freue ich mich auf Donnerstag, an dem Tag gehen wir ins medizinhistorische Museum der Berliner Charité. An den anderen Tagen machen wir nur die Standartsachen - Bernauer Straße, Holocaust-Mahnmal, Führung... Gleich muss ich aber erst einmal noch meine Sachen packen.

Heute Abend werde ich zudem mit einem Kumpel zahlreiche Flyer zum Castor-Transport in unserem Ort aufhängen. Links in der Sidebar findet ihr im Übrigen "Aktueller Anlass (Nov.)". Dort findet ihr als .pdf einen Flyer, den ich gestern in 30 Minuten erstellt habe. Dürft ihr gerne ausdrucken und verteilen!

November 17, 2011

Mit sozialistischen Grüßen

Zum 28./29./30. Oktober: Alkohol abgefüllt, Konzerttickets ausgedruckt und zum Bus. Nach zahlreichem Hin und Her und einem Stress, wie ich ihn noch  nie zuvor so in meinem Leben gehabt habe, wirklich, in Veddel gewesen. Mit jemand anderem getrunken und weiter Richtung Hamburg Dammtor ins Logo zu Rantanplan. Nach dem Konzert zur S-Bahn gehetzt und weiter zum Hauptbahnhof und mit Ach und Krach den letzten Zug bekommen.
 
Noch total durch meine Sachen gepackt, bzw. alles was ich gesehen habe in eine Tasche geschmissen und raus aus dem Haus, von J. mit dem Auto abgeholt wurden und nach Bremervörde - zum Seminar zur Sozialpolitik. Viele neue Leute kennengelernt. Abends noch für 120 Euro Alkohol gekauft...
 
Am nächsten Tag ein Gastreferat von der Lebenshilfe Buxtehude gehört und gegen 15 Uhr auf den Heimweg gemacht. Nach meiner Ankunft zu Hause nur meine Tasche in mein Zimmer geschmissen und mit dem Rad in Richtung Ort - Treffen der Jusos aus der Samtgemeinde. Gründung einer Orts-AG besprochen und Nachts und ohne Schlaf wieder los.